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Sonderausstellung 2020

OSKAR KOKOSCHKA. Reise ins antike Griechenland
27. Juni bis 4. Oktober 2020

Oskar Kokoschka, Bei der Arbeit am Lithografie-Zyklus „Bekenntnis zu Hellas“, Hamburg 1962, Foto: Horst Tappe
Oskar Kokoschka, Bei der Arbeit am Lithografie-Zyklus „Bekenntnis zu Hellas“, Hamburg 1962, Foto: Horst Tappe. © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum

„Überhaupt die alten Griechen! Ich lebe davon seit vielen Jahren, deshalb meist auch die Reiserei von mir, um möglich alles gesehen zu haben, was noch nicht von den Barbaren seit der Antike bis heute zerstört worden ist. Und gelesen habe ich auch alles, soweit es übersetzt ist.“ (Oskar Kokoschka in einem Brief an seinen Bruder Bohuslav, 20. Juni 1963)

Die Liebe fürs Reisen und die Lust am Entdecken fremder Städte und Kulturen führten Oskar Kokoschka (1886–1980) im Laufe seines Lebens quer durch zahlreiche Länder Europas, nach Afrika und Übersee. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte sich seine Passion für das antike Erbe und die Länder des Mittelmeerraums. Die Ausstellung im Kokoschka Haus Pöchlarn lädt daher im Sommer 2020 zu einer Reise ins antike Griechenland.

Oskar Kokoschka, einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, setzte sich in seinem Spätwerk intensiv mit der Kultur der griechischen Antike auseinander. Auf zahlreichen längeren Reisen entstanden Zeichnungen historischer Tempelanlagen, Stadtansichten, Porträts und Studien antiker Kunstwerke. Die Kunst dieser Zeit sowie das antike Menschenbild waren für den politisch höchst sensibilisierten, vom Humanismus geprägten Maler und Grafiker das Symbol für den freien Menschen. Im Herbst 1961 unternahmen Oskar und Olda Kokoschka ihre zweite längere Griechenlandreise. Zu den beeindruckendsten Ergebnissen dieser „Grand Tour“ zählt der großformatige Lithografie-Zyklus „Bekenntnis zu Hellas“. Bereits seit dem Jahr 1956 hielt Kokoschka vor den antiken Stätten und Heiligtümern sowie in den Antikensammlungen der großen Museen seine Eindrücke zeichnerisch fest. Auch im Oktober und November 1961 hatte der Maler und Grafiker seinen Skizzenblock sowie Umdruckpapier mit im Gepäck und es entstanden sämtliche Vorlagen für die die in der Ausstellung gezeigte Lithografie-Serie direkt vor Ort. Die Gegenüberstellung des umfangreichen Griechenland-Zyklus mit Fotografien antiker Kunstwerke und Postkarten aus dem Besitz des Künstlers zeigen Kokoschkas persönliches Antikenverständnis und sein Interesse an dieser vergangenen Epoche, die ihn seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu seinem Tod 1980 beschäftigte.

Kuratorin: Anna Stuhlpfarrer

Eine Ausstellung der Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum.

Kokoschka Haus Pöchlarn
Eröffnung: 27. Juni 2020 (ohne Feierlichkeiten)
Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 4. Oktober 2020

Oskar Kokoschka in Griechenland, 1961
Oskar Kokoschka in Griechenland, 1961. © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum
Oskar Kokoschka, Kouros, 1968
Oskar Kokoschka, Kouros, 1968. © Bildrecht Wien / Fondation Oskar Kokoschka, Vevey
Oskar Kokoschka, Akropolis I, aus: Bekenntnis zu Hellas, 1961 (publ. 1964)
Oskar Kokoschka, Akropolis I, aus: Bekenntnis zu Hellas, 1961 (publ. 1964). © Bildrecht Wien / Fondation Oskar Kokoschka, Vevey
Oskar Kokoschka signiert Blätter aus dem Lithografie-Zyklus Odyssee, Villeneuve, um 1964, Foto: Erich Lessing
Oskar Kokoschka signiert Blätter aus dem Lithografie-Zyklus „Odyssee“, Villeneuve, um 1964, Foto: Erich Lessing. © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum
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