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Oskar Kokoschka Dokumentation

Olda und Oskar Kokoschka auf der Terrasse in Villeneuve, 1970
Olda und Oskar Kokoschka auf der Terrasse in Villeneuve, 1970, Foto: Gilbert Lloyd © Oskar Kokoschka Zentrum, Universität für angewandte Kunst Wien

Unter der Patronanz von Oskar und Olda Kokoschka wurde 1973 der Verein zur Erforschung und Dokumentation des Werkes Oskar Kokoschkas gegründet. Von Beginn an war klar, dass das Geburtshaus des Künstlers in Pöchlarn das Zentrum der Dokumentation bilden sollte.

In Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen widmet sich der Verein dem Leben und Werk des Malers, Grafikers und Dramatikers, der zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Alljährlich findet von Mai bis Oktober eine Sonderausstellung mit wechselnden Schwerpunkten zu Kokoschka statt, die in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien entsteht.

Die Oskar Kokoschka Dokumentation verfügt über zahlreiche, vor allem druckgrafische Arbeiten des Künstlers, die teilweise auf eine Donation Kokoschkas zurückgehen. Zudem gibt es eine umfangreiche Sammlung an Fotografien, Archivalien, Korrespondenzen und Memorabilia zu und rund um Oskar Kokoschka. Ergänzend steht Interessierten eine umfangreiche Bibliothek gegen Voranmeldung zur Benützung offen.

Broschüre zur Dauerausstellung, Ausschnitt
Broschüre zur Dauerausstellung, Ausschnitt, © Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn

Eine Dauerausstellung zu Oskar Kokoschka im vorderen Ausstellungsbereich ist ganzjährig zugänglich. Sie bietet einen Parcours durch die wesentlichen Werkphasen und Lebensstationen des Künstlers. Der Ausstellungsführer ist im Museumsshop (dt./eng.) erhältlich.

Geschichte – die Anfänge

Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg war sich die Stadtgemeinde Pöchlarns ihres berühmten Sohnes bewusst. Erste Kontakt wurden geknüpft. Im Sommer 1956 besuchte Kokoschka erstmals seit seiner Kindheit seine Geburtsstadt und erhielt in einem Festakt den Ehrenring der Stadt. 1966 fand im Schloss Pöchlarn die erste Ausstellung Kokoschkas statt, die von Bundepräsident Franz Jonas feierlich eröffnet wurde. Die Exponate kamen teils von Kokoschka und seinem in Wien lebenden Bruders Bohuslav.

Festgäste bei der Eröffnung der Oskar Kokoschka Dokumentation in Pöchlarn, 1973
Festgäste bei der Eröffnung der Oskar Kokoschka Dokumentation in Pöchlarn, 1973 © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum, Inv.Nr. OKV/1653/FP, Foto: unbekannt, Reproduktion: Birgit&Peter Kainz

Im Winter 1972 fuhr eine kleine Pöchlarner Delegation unter Führung des damaligen Bürgermeisters Dr. Josef Hager zu Kokoschka nach Villeneuve – die Gründung des Verein zur Erforschung und Dokumentation des Werkes Oskar Kokoschkas wurde beschlossen. Im Juli 1973 kam es unter reger Teilnahme politischer und künstlerisch-wissenschaftlicher Prominenz sowie der Medien zur feierlichen Eröffnung der Oskar Kokoschka Dokumentation im Hoftrakt des Geburtshauses. Der Vorstand bestand aus international, renommierten Kunst- und Museumsfachleuten. Johann Winkler wurde für mehr als zwei Jahrzehnte wissenschaftlicher Leiter. Unter wohlwollender Unterstützung der Kokoschkas baute er mit großem Engagement eine umfangreiche Sammlung auf, alljährlich finden seitdem Ausstellung im Kokoschka Haus Pöchlarn statt, internationale Ausstellungs-, Forschungs- und Publikationsprojekte wurden betrieben. Dazu zählt das bis heute gültige Standardwerk von Werner J. Schweiger, Der junge Kokoschka, Leben und Werk 1904–1914, Wien/München 1983.

Kokoschka Haus Pöchlarn

Im Jahr 1998 kaufte die Stadtgemeinde Pöchlarn das Geburtshaus Oskar Kokoschkas an. In Folge wurde es zu einem modernen Kultur- und Ausstellungszentrum mit Galerieräumen, Bibliothek, Vortragssaal und Räumen für Workshops ausgebaut und am 27. September 2002 eröffnet.

Der Hof des Kokoschka Hauses mit dem neuen Ausstellungstrakt
Der Hof des Kokoschka Hauses mit dem neuen Ausstellungstrakt © Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn

Das Kokoschka Haus Pöchlarn ist ein lebendiger Ort, der überregional wirksam sein möchte. So finden jährlich viele internationale Besucher und Besucherinnen den Weg hierher. Seit fast einem halben Jahrhundert engagiert sich die Oskar Kokoschka Dokumentation ehrenamtlich für Kokoschkas Werk und fühlt sich seinem Credo für Weltoffenheit und Frieden verpflichtet. Unterstützung findet sie vor allem durch ihre Mitglieder sowie die Stadtgemeinde Pöchlarn. Nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien (seit 1995) ist man in ein internationales Netzwerk eingebunden.

Viele Persönlichkeiten haben die Oskar Kokoschka Dokumentation nachhaltig geprägt und mitgestaltet. Dazu zählen neben dem erwähnten Johann Winkler auch Univ. Prof. Dr. Patrick Werkner (ehem. Universität für angewandte Kunst Wien), aber auch leider schon verstorbene Mitglieder wie HR Hans Klimmer (Pöchlarn) oder Franz Eder (Galerie Welz, Salzburg).

Vorstand

Obmann
Erwin Hasiner
Obmann-Stellvertreter
HR DI Georg Fuchs
Kassier
Josef J. Stummer
Kassier-Stellvertreterin
Anita Humer
Schriftführerin
SR Maria Mandic
Schriftführerin-Stellvertreterin
Andrea Falter
Vertretung der Stadtgemeinde Pöchlarn
Stadträtin Barbara Kainz
Vertreterin der Universität für Angewandte Kunst, Wien
Mag. Dr. Bernadette Reinhold
Kuratorin
Mag. Dr. Anna Stuhlpfarrer

Team

  • Eva Obermüller
  • Adelheid Schubert
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