Über Uns
Oskar Kokoschka Dokumentation
Unter der Patronanz von Oskar und Olda Kokoschka wurde 1973 der Verein zur Erforschung und Dokumentation des Werkes Oskar Kokoschkas gegründet. Von Beginn an war klar, dass das Geburtshaus des Künstlers in Pöchlarn das Zentrum der Dokumentation bilden sollte.
In Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen widmet sich der Verein dem Leben und Werk des Malers, Grafikers und Dramatikers, der zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Alljährlich findet von Mai bis Oktober eine Sonderausstellung mit wechselnden Schwerpunkten zu Kokoschka statt, die in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien entsteht.
Die Oskar Kokoschka Dokumentation verfügt über zahlreiche, vor allem druckgrafische Arbeiten des Künstlers, die teilweise auf eine Donation Kokoschkas zurückgehen. Zudem gibt es eine umfangreiche Sammlung an Fotografien, Archivalien, Korrespondenzen und Memorabilia zu und rund um Oskar Kokoschka. Ergänzend steht Interessierten eine umfangreiche Bibliothek gegen Voranmeldung zur Benützung offen.
Eine Dauerausstellung zu Oskar Kokoschka im vorderen Ausstellungsbereich ist ganzjährig zugänglich. Sie bietet einen Parcours durch die wesentlichen Werkphasen und Lebensstationen des Künstlers. Der Ausstellungsführer ist im Museumsshop (dt./eng.) erhältlich.
Geschichte – die Anfänge
Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg war sich die Stadtgemeinde Pöchlarns ihres berühmten Sohnes bewusst. Erste Kontakt wurden geknüpft. Im Sommer 1956 besuchte Kokoschka erstmals seit seiner Kindheit seine Geburtsstadt und erhielt in einem Festakt den Ehrenring der Stadt. 1966 fand im Schloss Pöchlarn die erste Ausstellung Kokoschkas statt, die von Bundepräsident Franz Jonas feierlich eröffnet wurde. Die Exponate kamen teils von Kokoschka und seinem in Wien lebenden Bruders Bohuslav.
Im Winter 1972 fuhr eine kleine Pöchlarner Delegation unter Führung des damaligen Bürgermeisters Dr. Josef Hager zu Kokoschka nach Villeneuve – die Gründung des Verein zur Erforschung und Dokumentation des Werkes Oskar Kokoschkas wurde beschlossen. Im Juli 1973 kam es unter reger Teilnahme politischer und künstlerisch-wissenschaftlicher Prominenz sowie der Medien zur feierlichen Eröffnung der Oskar Kokoschka Dokumentation im Hoftrakt des Geburtshauses. Der Vorstand bestand aus international, renommierten Kunst- und Museumsfachleuten. Johann Winkler wurde für mehr als zwei Jahrzehnte wissenschaftlicher Leiter. Unter wohlwollender Unterstützung der Kokoschkas baute er mit großem Engagement eine umfangreiche Sammlung auf, alljährlich finden seitdem Ausstellungen im Kokoschka Haus Pöchlarn, dem heutigen Kokoschka Museum Pöchlarn, statt, internationale Ausstellungs-, Forschungs- und Publikationsprojekte wurden betrieben. Dazu zählt das bis heute gültige Standardwerk von Werner J. Schweiger, Der junge Kokoschka, Leben und Werk 1904–1914, Wien/München 1983.
Kokoschka Museum Pöchlarn
Im Jahr 1998 kaufte die Stadtgemeinde Pöchlarn das Geburtshaus Oskar Kokoschkas an. In Folge wurde es zu einem modernen Kultur- und Ausstellungszentrum mit Galerieräumen, Bibliothek, Vortragssaal und Räumen für Workshops ausgebaut und am 27. September 2002 eröffnet.
Das Kokoschka Museum Pöchlarn ist ein lebendiger Ort, der überregional wirksam sein möchte. So finden jährlich viele internationale Besucher und Besucherinnen den Weg hierher. Seit fast einem halben Jahrhundert engagiert sich die Oskar Kokoschka Dokumentation ehrenamtlich für Kokoschkas Werk und fühlt sich seinem Credo für Weltoffenheit und Frieden verpflichtet. Unterstützung findet sie vor allem durch ihre Mitglieder sowie die Stadtgemeinde Pöchlarn. Nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien (seit 1995) ist man in ein internationales Netzwerk eingebunden.
Viele Persönlichkeiten haben die Oskar Kokoschka Dokumentation nachhaltig geprägt und mitgestaltet. Dazu zählen neben dem erwähnten Johann Winkler auch Univ. Prof. Dr. Patrick Werkner (ehem. Universität für angewandte Kunst Wien), aber auch leider schon verstorbene Mitglieder wie HR Hans Klimmer (Pöchlarn), Franz Eder (Galerie Welz, Salzburg) und wHR DI Georg Fuchs (Pöchlarn).
Vorstand
- Obfrau
- OSRin Ing.in Helene Bergner
- Obfrau-Stellvertreterin
- Mag.a Dr.in Bernadette Reinhold
- Kassiererin
- Anita Humer
- Kassiererin-Stellvertreterin
- Andrea Falter
- Schriftführerin
- Renate Rank
- Schriftführerin-Stellvertreterin
- Heidi Burner
- Finanzprüfer
- Mag. Klaus Köninger, Johann Röster
- Kooptierte Vorstandsmitglieder (Beirätinnen)
- Ing.in Stephanie Annerl, STRin Jasmin Fuchs (für die Stadtgemeinde Pöchlarn), SRin Maria Staufer, Mag.a Dr.in Anna Stuhlpfarrer (wissenschaftliche Beirätin)
- Kuratorin
- Mag.a Dr.in Anna Stuhlpfarrer
Team
- Eva Obermüller
- Susanne Hochstöger
- Andrea Ajaino